ERNESTINER STIFTUNG
GOTHA

480 Jahre Geschichte & Tradition

Die Historie der Stiftung

Vom mittelalterlichen Coenobium im Augustinerkloster bis zur modernen Bildungsstiftung des Gymnasium Ernestinum zu Gotha.

Meilensteine der Stiftungsgeschichte

Klicke auf die einzelnen Epochen, um mehr über die Geschichte zu erfahren.

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1543

Gründung des Coenobiums

Ursprung durch Friedrich Myconius & Kurfürst Johann Friedrich I.

Ermöglichung akademischer Bildung für begabte Kinder armer Familien im ehemaligen Augustinerkloster.

Die Ernestiner Stiftung zu Gotha geht auf das ehrwürdige 'Coenobium' zurück, das über drei Jahrhunderte eng mit dem Gothaer Gymnasium verbunden war. Es wurde 1543 von Schulgründer Friedrich Myconius ins Leben gerufen, um begabten Kindern armer Familien den Zugang zu akademischer Bildung zu ermöglichen.

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1640 – 1733

Blütezeit & Schulordnung

Erweiterung unter Herzog Ernst dem Frommen & Andreas Reyher

Schaffung der allgemeinen Schulpflicht, Inspector Coenobii und Verwaltung der Bibliotheksfonds.

Unter Herzog Ernst dem Frommen wurde die Stelle des Inspector Coenobii zur Beaufsichtigung der Schüler geschaffen. Rektor Andreas Reyher erarbeitete die neuen Schulgesetze und führte die allgemeine Schulpflicht ein. 1713 übernahm der Inspektor die Betreuung des 'Fiscus Gymnasticus' zur Aufbesserung der Lehrergehälter und 1733 die Verwaltung der Gymnasialbibliothek.

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1859 – 1863

Umwandlung in Stipendien

Neubau in der Bergallee & Auflösung des Verpflegungssystems

320-jährige Coenobium-Geschichte mündet in einer modernen Geldstipendien-Stiftung.

Mit der Vereinigung zum Gymnasium Ernestinum im Jahr 1859 und dem Neubau in der Bergallee wurde die Umwandlung der Naturalverpflegung in Geldstipendien beschlossen. Am 13. Mai 1863 erließen die Behörden neue Bestimmungen: Das Coenobium wurde nach 320 Jahren aufgelöst und als Cönobialstiftung in die neu organisierte Stipendienstiftung integriert.

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1863 – 1945

Der Stiftungsverband & Enteignung

Zusammenführung von 8 Einzelstiftungen bis zur Beschlagnahme 1945

Wachstum auf über 32.000 Reichsmark vor der Enteignung durch die Militärregierung.

Die Stipendienstiftung umfasste acht traditionsreiche Einzelstiftungen. Das Kapital stieg bis zum 31. März 1945 auf einen Höchststand von 32.240,60 Reichsmark an. Im November 1945 wurden sämtliche Wertpapiere der Stiftung durch die Militärregierung beschlagnahmt, was das vorläufige Ende der Stiftungsarbeit bedeutete.

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2006 – 2007

Initiative zur Neugründung

Wiederbelebung der Tradition durch das 'Ernestinchen'

Bürgerschaftliche Spendenaktionen und wissenschaftliche Aufarbeitung per Seminarfacharbeit.

Am 25. März 2006 wurde die Neugründung eingeleitet. Durch bürgerschaftliches Engagement, Aktionen wie das 'Ernestinchen'-Sparschwein, Basare und Einzelspenden wurde ein erstes Grundkapital von 7.456,04 € aufgebaut.

2018 – Heute

Anerkannte Rechtsfähigkeit

Moderne Stiftung bürgerlichen Rechts & Netzwerk

Offizielle Anerkennung am 1. Juli 2018 mit 25.000 € Grundkapital.

Am 1. Juli 2018 bestätigte das Thüringer Innenministerium die Rechtsfähigkeit der Ernestiner Stiftung zu Gotha mit einem Grundkapital von 25.000 €. Heute fördert die Stiftung Schulprojekte, Stipendien, Denkmalpflege und pflegt das Netzwerk der Abiturjahrgänge.

Stiftungsverband von 1863

Die 8 historischen Einzelstiftungen

Nach der Auflösung des Coenobiums flossen die Vermögenswerte in eine neu strukturierte Stipendienkasse zusammen:

01

Marquardtstiftung

Erinnerung an Dir. Marquardt

02

Cönobialstiftung

Kernfonds des alten Klosters

03

von Bambergstiftung

Adlige Nachlassförderung

04

Perthesstiftung

Gothaer Verlegerfamilie

05

Stiftung eines Ungenannten

Anonyme Förderspende

06

Friderici'sches Legat

Legat für Schulstipendien

07

Ziet'sches Stipendium

Historisches Einzelfond

08

Catterfeldstiftung

Familienstipendium

Das Ende der ursprünglichen Stiftungsgeschichte (1945)

Trotz schwerer Nachkriegsjahre wuchs das Stiftungskapital bis zum März 1945 auf einen Höchststand von über 32.000 Reichsmark an. Im November 1945 wurden jedoch sämtliche bei Kreditinstituten ruhenden Wertpapiere der Stiftung durch die damalige Militärregierung beschlagnahmt. Damit endete die eigenständige Stiftungsarbeit am Gymnasium Ernestinum vorübergehend nach über 400 Jahren.